Umtriebig

Schon länger habe ich nichts mehr gepostet. Trotzdem war ich in den letzten Wochen und Monaten viel für Makers Help Care unterwegs. In allen Himmelsrichtungen von Deutschland durfte ich von selbstgebauten Hilfen für Menschen mit Behinderung berichten. Meine Tour ging von München, Hamburg, Leipzig nach Bad Honnef und (immer wieder) zurück. Paderborn und Kamp-Lintfort waren auch dabei und ich hätte es fast vergessen! Los ging’s in München bei der Tagung der Stiftung Leben Pur.

Bilder von Krier+McKee

Abenteuerlich war die Anreise. Um Zeit und die Übernachtung im Hotel zu sparen, habe ich von Paderborn nach München Flüge gebucht. Mein 3D-Drucker flog als Sondergepäck mit. Trotz der großen Entfernung lief alles recht reibungslos. Der Drucker machte vor Ort keine Probleme und lockte schon vor Workshop-Start die Teilnehmer in den Tagungsraum. Dort entstanden die Fotos (s.o.). Nach einer theoretischen Einführung ins Thema „3D-Druck und Behinderung“ wurde es schnell praktisch. Aus Lötkolbeneinsatz und Kabeln entstanden die mittlerweile bei mir obligatorischen Taster. An dem Nachmittag hielt ich noch ein zweites Mal den Workshop ab. Ein besonderes Lob kam von ein paar Tagungsteilnehmern die während der Pause zu mir sagten: „Darf ich mitmachen? Eigentlich habe ich mich für ein anderen Workshop eingetragen, aber meine Kollegin war vorhin dabei und schwärmte so davon.“ Natürlich! Gerne!

Einige Wochen später habe ich in die Workshops in Hamburg erneut abgehalten. Leider streikte die Technik und ich konnte den 3D-Drucker nicht so ausführlich zeigen, wie ich wollte. Dafür war diesmal die Gruppengröße entscheidend kleiner, so dass ein ganz intensiver Austausch untereinander möglich war. Vielen Dank an die Stiftung Leben Pur an dieser Stelle für die Möglichkeit meine kleine Idee in diesen großen Städten zu zeigen!

Bild: Wikipedia

Im April wurde ich an die Uni in Leipzig für einen Gastvortrag eingeladen. Schon vorher wurde ich per Skype mal zu dem Seminar im Fachbereich „Werken“ zugeschaltet (Bilder bei Facebook), da dort in Zusammenarbeit mit MatchMyMaker einige Hilfsmittel entstehen sollten. Jetzt durfte ich voll und ganz vor Ort sein, um in einem schnuckeligen Hörsaal unterm Dach einen Vortrag zu halten (der Ausblick war ähnlich toll, wie auf dem Wikipedia-Bild oben). Die Präsentation dazu findet ihr noch auf der Uni-Webseite. Anschließend ging es mit den sehr netten Menschen des Fachbereichs noch auf einen Imbiss mit Bierchen und spannenden Gesprächen. Für mich eine große Ehre an die Uni eingeladen worden zu sein. Vielen Dank!

Bilder: Silke Frye

Vor nur wenigen Tagen verschlug es mich für einen Workshop nach Bad Honnef. Dort durfte ich für die Lehrerfortbildung „3D-Druck“ im Physikzentrum meinen Workshop anbieten. Vor allem das Drumherum (altes Gebäude, schmackhaftes Essen, großer Hörsaal) und die geniale Organisation (viele 3D-Drucker, Spielzeug zum Umbauen, netter Kontakt) haben mich beeindruckt. Diesmal brauchte ich zum Verfahren nichts mehr erklären, viel mehr konnte ich Botschafter dafür sein mit der Technik kleine Weltverbesserungen für Menschem mit Behinderungen vorzunehmen. Natürlich wurden wieder Taster gebaut (siehe Bilder). Diesmal kamen auch Spielzeuge unter den Lötkolben. Die Furzkanone per Taster zu bedienen, war natürlich der Lacher schlechthin. Große Augen machte ich erst vorgestern, als das Paket mit den übrig geblieben Tastern, Spielzeugen und Filamenten auch einige Gutscheine enthielt. Ganz großes Dankeschön an dieser Stelle!

Bilder: Makers Help Care

Fast vergessen hätte ich gerade die „LeLa-Tagung“ in Paderborn, bei der ich als Vortragender dabei war. Bei dem Treffen der Schülerlabore Deutschlands durfte ich u.a. vom inklusiven Weihnachtsworkshop berichten. Mal sehen, vielleicht wird der Tagungsbericht meine erste Publikation.

Bilder: Makers Help Care

Ha! Beim suchen nach dem LeLa-Bild habe ich gesehen, dass ich auch noch beim Accessathon in Kamp-Lintfort war. Zusammen mit dem Alex habe ich dort an einer Lösung zum Schuhzubinden mit nur einer Hand gearbeitet. Daraus wird garantiert noch ein Beitrag, sobald ich hunderprozentig zufrieden bin. Wer den Accessathon nicht kennt: Es ist eine Wochenendveranstaltung bei der Lösungen für Menschen mit Behinderung erarbeitet werden und es Vorträge gibt. Zum Beispiel gab es ein wiedersehen mit Lars. Wer seine Arbeit noch nicht kennt, sollte unbedingt mal bei E-Nable Deutschland auf der Facebookseite nachsehen.

Bild: HACKademy

Die nächste Veranstaltung, die ich ans Herz legen möchte, ist die HACKademy im September/Oktober in Potsdam. Anmeldungen noch bis zum 11. August. Infos gibt es hier. Ich werde wieder regelmäßiger posten und so findet sich der Hinweis sicher an dieser Stelle noch einmal ausführlicher.

Ein Gedanke zu “Umtriebig

  1. Silke

    Lieber Nils, freut‘ mich, dass das Paket wohlbehalten bei Dir angekommen ist. Nochmal Danke für Deinen Einsatz und ich hoffe, wir bleiben in Kontakt!

    Liken

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