Menschen mit Behinderungen haben in ihrem Alltag viele Herausforderungen, von denen wir „Normalos“ keine Ahnung haben. Wie komme ich an mein Getränk? Wie schalte ich den Fernseher um? Wie schneide ich ein Stück Papier durch?

Als Förderschullehrer sehe ich viele dieser Hindernisse im Alltag meiner Schüler. Meistens ist die Lösung simpel: Eine kleine Halterung für den Becher, damit er in der passenden Höhe und dem richtigen Winkel steht. Eine kleine Vorrichtung, die die Fernbedienung mit größeren Knöpfen versieht. Zum schneiden reicht meist schon eine Schere, die fest auf dem Tisch steht und mit einer Hand bedient werden kann.

Doch woher sollen diese genialen Hilfen kommen? Sanitätshäuser sind teuer, Krankenkassen häufig zickig. Die beste Hilfe ist hier häufig die Selbsthilfe. Wie diese Geschichte zeigt, die ich heute bei der Recherche entdeckt habe: Ein Vater zwängte seine kleine, sechsjährige Tochter immer wieder in ein schlimmes Korsett. Die Kleine weinte darin viel. Dann nahm der Vater die Dinge in die Hand und bastelte in der heimischen Garage ein viel besseres Korsett. Jetzt ist die kleine Roberta glücklich und der Vater bekommt laufend Anfragen für sein Design.

Hier steckt die große Chance. Immer mehr Menschen sind in der Lage in bester Do It Yourself-Manier Hilfsmittel herzustellen. Per 3D-Drucker könnte die entworfene Datei überall und jederzeit auf dem Globus Wirklichkeit werden.

Seit zwei Jahren besitzt auch unsere Förderschule einen 3D-Drucker. Viele Stunden habe ich mit dem Design, dem Druck, der Fehlersuche und der Freude über ein angepasstes Werkstück verbracht. Jetzt möchte ich mich vernetzen. Dafür starte ich heute

makers help care maker 3d print workshop

Eine Webseite mit Designes zum Herunterladen. Ich stelle eine kleine Sammlung zusammen.

Gleichzeitig möchte ich aber auch Hilfsmittel vermitteln. Ihr braucht etwas? Lasst es mich wissen! Du hast ein Design gefunden, dir fehlt aber der 3D-Drucker oder das handwerkliche Geschick? Gerne drucke/bastle ich es für dich!