Der Subraum des Paderborner Chaos Computer Clubs (kurz: C3PB) ist eine wahre Wunderwelt. Hier kann direkt beim Kühlschrank bezahlt werden. Die Lautsprecheranlage erinnert an die Uhrzeit und – wenn man will – auch an den bald abfahrenden Bus. Dazu stapeln sich hier die coolsten Maschinen: 3D-Drucker, Lasercutter, Drehbank, Schweißgerät, Kreissäge, Großformat-Drucker und und und. Ein Paradies für Bastler und Maker. Dabei ist der CCC eher für’s hacken von Computern bekannt. „Ist das denn legal?“, fragte mich meine Liebste, bevor ich mich auf den Weg zum ersten Treffen im Subraum machte. „Na klar, die machen sogar digitale Aufklärung in Schulen“, antwortete ich. Aus diesem Grund kam auch der Kontakt zustande. Mir wurde ans Herz gelegt mich mit den Clublern zu treffen, „schließlich kommst du aus Paderborn und bist in der Jugendbildung.“

Der Subraum vom C3PB ist ein wahrer Maker-Traum. Viel Platz und Gerätschaften im Herzen Paderborns. Foto: https://twitter.com/c3pb/ 

Nach einer längeren Führung (schließlich gibt es viel zu entdecken), finde ich mich in einem Raum wieder, der so aussieht, als hätten sich hier ausrangierte Sofas wild gepaart und vervielfacht. Perfekt um gemeinsam in den Laptop zu gucken und das nächste Projekt zu diskutieren. Neben den Männern vom C3PB ist wieder Nicola mit von der Partie und repräsentiert die Uni Paderborn. „Bei ‚Chaos macht Schule‘ gehen wir in die Klassen und sprechen zum Beispiel über Sicherheit im Internet“, erklärt Helge. Der Verein engagiert sich immer wieder in der Jugendbildung. Das ist großartig und serviert den Kids eine unschätzbar wertvolle Expertise. Die Herangehensweise ist dabei spielerisch und technisch zugleich: „Einmal haben wir einen kleinen Bon-Drucker die Passwörter ausspucken lassen, die unser gefaktes W-Lan erschnüffelt hat. Natürlich nur als Demonstration. Das hat gewirkt bei den Schülern.“ Dadurch wird so etwas abstraktes wie Internetsicherheit plötzlich greifbar.

C3PB kommt in die Schulen und zeigt anschaulich, wie wichtig Internetsicherheit ist. Foto: c3pb.de

So viel Know-How wäre natürlich toll für eine Partnerschaft. Ich erzähle von Makers Help Care und der Hoffnung auf einen inklusiven Workshops in der Zusammenarbeit mit dem HNF Schülerlabor. Das Interesse ist geweckt und ich kündige mich direkt mit meinem Taster-Projekt für die nächsten Tage an. Ich gehe mit einem guten Gefühl nach Hause, denn der Grundstein wurde gelegt, dass der CCC nicht nur Chaos in der Schule macht, sondern auch in der Inklusion! Danke für den netten Abend!

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