„Nur ein bisschen löten, ganz einfach!“ So lese und höre ich es überall im Netz, wenn ich nach neuen Projekten schaue. Es sieht alles ganz simpel aus, einfach ein paar Kabel durchschneiden, schälen und an der richtigen Stelle anlöten. So schwer kann das ja nicht sein. Pustekuchen! Auf der RehaCare habe ich mich am Rolli-Licht von „Made for my Wheelchair“ versucht. Damals habe ich das Scheitern im Blog etwa so beschrieben:

Unter der Lupe sieht alles schon nicht mehr so winzig aus, also kneife ich ein Auge zu und strecke die Zunge raus. Mit Mühe schaffe ich es mein erstes Kabel festzulöten. Ich erkenne, dass es mit zwei geöffneten Augen einfacher ist und so langsam bekomme ich den Dreh raus. Endlich alle Kabel dran, doch leider kein Licht. Mist, wahrscheinlich zu unsauber gearbeitet. Aber das Prinzip ist verstanden! Ich beschließe mich damit zuhause noch einmal in Ruhe auseinanderzusetzen (…).

Doch ich bin erst mal froh, dass ich mich wenigstens nicht verletzt habe. Zumindest habe ich den Lötkolben richtig herum gehalten!

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Beim Adaptieren von Spielzeug ist es von Vorteil vier Hände zu haben! (Foto von ATMaskers.org)

Dabei funktioniert löten ganz fantastisch, wenn es Profis wie Bill Binko von ATMakers.org machen. Auf der Ami-Seite finden sich die übrigens die DIY-Taster, die ich schon im Blog vorgestellt habe. Seit kurzer Zeit sind dort einige Anleitungen dazu gekommen, die zeigen, wie Spielzeug adaptiert wird. Sehr spannend! Wer sich das Herumbasteln an elektrischen Spielkameraden allerdings bisher nicht zutraut (wie ich), mag einen Blick auf sinnvoll-geschenkt.de riskieren. Dort kann bereits adaptiertes Spielzeug gekauft werden.

Operation am offenen Plüsch. Minni wird ein weiterer Schaltkreis spendiert, damit sie durch einen Taster ausgelöst werden kann. (Foto von ATMaskers.org)

Auch für ein weiteres Projekt könnte ich ein paar „Löt-Skills“ gut gebrauchen. Ich tüftele momentan ein wenig herum, um einem jungen Mann mit Muskeldystrophie das geschmeidige FIFA-Zocken zu ermöglichen. Bei der Recherche bin ich bald auf „Able Gamers“ und „The Controller Project“ gestoßen. Auf den Anleitungsvideos ist was zu lesen? Richtig! „All you need is: (…) some easy soldering.“ Ja, nee, ist klar!

Wie auf der RehaCare beschlossen, habe ich mir für den Hausgebrauch einen kleinen Löt-Lern-Kasten besorgt. Damit macht sich der Autodidakt von Welt jetzt fit für die Lampen, Controller und Spielzeuge, die da kommen mögen. Auf das mir diesmal ein Licht aufgeht!

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