Wusstet ihr, dass auf dem Stundenplan bei uns am Nachmittag häufig „Spielen“ steht? Cool, oder? Es liegt daran, dass wir eine Ganztagsschule sind und selbst Erstklässler bis 15.30 Uhr bleiben. Der Gedanke dahinter ist, dass es für Eltern und Kinder durch ihre Behinderung(en) schwierig ist außerschulische Beschäftigungen zu finden. Natürlich mit dem Servicegedanken verbunden, dass wir Sonderpädagogen den Kids eine gestaltete Freizeit ermöglichen. Während also in den Pausen einige über den Schulhof rasen und andere mit ihrem Rollstuhl am Kickertisch stehen, kommt zur „Spielstunde“ die komplette Klasse zusammen. Würde ich dann immer Topfschlagen anbieten, hätte ich das Problem, dass die Hälfte der Klasse nicht runter auf den Fußboden kommt und die andere Hälfte nicht wieder hoch. Eine sehr beliebte Lösung also: Kartenspiele!

Doch wenn die Beweglichkeit der Hände eingeschränkt ist, ist es häufig schwierig die Karten gleichzeitig (richtig herum) zu halten und zu legen. Die Lösung dazu sind spezielle Kartenhalter. Momentan sind an der Schule vor allem klobige Holzschienen im Einsatz. Viel bunter, leichter und schöner geht es mit dem 3D-Objekt von Thingiverse-Nutzer kwalus und seiner Erfindung „CardEasy„. Sie wird entweder in der Hand gehalten oder wie im Beitragsbild (siehe oben) auf einen Ständer gesteckt. Eine große Hilfe für die kleinen Zocker.IMG_2107_preview_featured

Einen Abschluss in Brett- und Kartenspielen können wir Sonderpädagogen leider nicht ausstellen. Dafür haben wir aber schon einige inoffizielle Uno-Meister hervorgebracht: „Ich wünsche mir Plus vier!“

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